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"Das Wochenblatt" vom 08.05.2002

Berichte über den Verein sowie über Umwelt- und Naturschutz

Storchenfest morgen an der Wiesentalhalle
Steinfeld: Schirmherr des Storchenvereins ist Ministerpräsident Kurt Beck

Der Verein zum Schutze des Weißstorchs Viehstrich e. V. (Aktion für Biotop- und Landschaftsschutz) lädt zum Storchenfest an der Wiesentalhalle in Steinfeld am morgigen Himmelfahrtstag (9. Mai) ein.

Das Festprogramm sieht wie folgt aus:
11.30 Uhr Ökumenischer Gottesdienst an der Wiesentalhalle,
12.30 Uhr Mittagspause (für das leibliche Wohl wird über den ganzen Tag gesorgt).
Ab 14.30 Uhr Biotop-Führungen durch Ökologie-Professor Dr. Horst Taraschewski und Heilpraktiker Mario Fassen.
In der Wiesentalhalle präsentieren vier bekannte Künstler aus der Region eine Ausstellung ihrer Werke: Beate Wiedemann (Freiburg), Armin Hott (Kandel), Cosima Heck (Wissembourg) und Uta Steinbrecher (Steinfeld). Sie stellen Gemälde und Zeichnungen zu dem Thema "Störche, Natur, Südpfalz" aus.
Die "Poterie Ignace Friedmann", Soufflenheim, wird Steingutkeramik mit Storchenmotiven und traditionellem Elsässer Design anbieten. Eine einmalige Gelegenheit für alle Sammler von Keramik.

Die Mitwirkenden sind: Pfarrer Josef Metzinger, Steinfeld, und Pfarrer Horst Schneider, FTeckenfeld,der Musikverein Steinfeld und die Mitglieder des "Storchenvereins" Steinfeld.

Stochenvereinsvorsitzender Professor Horst Taraschewski hatte in jüngster Zeit in einem Thesenpapier dargestellt, dass in Mitteleuropa keine andere Tierart besser geeignet sei, dem Naturschutz als Sympathieträger zu dienen als der Weißstorch. Die mittlerweile 15 mit Landespflegemittel errichteten Amphibienteiche des Vereins beherbergen nicht nur Frösche oder Ringelnattern-die für den Storch. als Beutetiere in Frage kommen, sondern auch eine Vielzahl von Kleintieren, als auch zahlreiche Pflanzenarten. Der Artenreichtum wurde anhand von zwei Diplomarbeiten im Jahr 2001 von der Universität Karlsruhe in Bezug auf niedere Tiere und Pflanzen untersucht. Die tierischen und pflanzlichen Bewohner der neu angelegten Kleingewässer unterscheiden sich von Teich zu Teich, worunter sich auch viele Rote Liste-Arten, wie der Kolbenwasserkäfer oder die Salzdunge, ein am Ufer wachsendes Primelgewächs, befanden. Der Wasserschlauch, ebenfalls auf der Roten Liste, wurde als weit verbreitete botanische Leitart deklariert. Zur Zeit äßt der Storchenverein die Amphibien im und an den Gewässern des Viehstrichs untersuchen, danach soll es mit den Insekten an den beiden vom Verein betreuten Trockenrasen weitergehen. Die vielen Biotope des Vereins werden aber nicht nur wissenschaftlich untersucht, sondern müssen auch gepflegt und weiter entwickelt werden.
Seit dem letzten Jahr betreibt der Storchenverein auch eigene Jugendarbeit, wofür Stephan Sonnen die Verantwortung übernommen hat.

Von Erwachsenen und den mitgebrachten Kindern wurden die naturkundlichen Exkursionen des Vereins bisher gut angenommen. Im letzten Jahr handelte es sich unter anderem um eine Vogelstimmenwanderung mit dem Umweltpfarrer Gerhard Postel und einer Kräuterführung mit dem Vorstandsmitglied Mario Fassen. Auch die Diavorträge über wiesenbrütende Vögel oder die Reptilien der Südpfalz waren gut besucht. Beim Vortrag über die pflanzenwelt des Bienwaldes gelang es dem Karlsruher Referenten Professor Georg Philippi, die Galerie der Wiesentalhalle mit knapp hundert Personen zu füllen. ( red )


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